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Pressestimmen

Hier finden Sie alle Zeitungsartikel in chronologischer Reihenfolge.

23.08.2011

Sommertraum im Wasserschloss


Die thüringische Sommerakademie Böhlen begeistert mit jungen Künstlern aus aller Welt. Ein außergewöhnlich mitreißendes Programm feiert Premiere und erhält frenetischen Beifall.

Mitwitz [..] Das Torun Trio zeigte seine exzellente Technik und sein tolles Einvernehmen, seine Spielfreude in den Melodien, wie den anspruchsvoll rhythmischen Partien im "Gassenhauer-Trio B-Dur op.11" von Ludwig van Beethoven. Simone Weber an einer strahlenden und durchdringenden Klarinette, Anna Catharina Nimczik auf einem Wunder singenden Violoncello und Sara Derman am autonomen und kräftigen Piano legten diesen Gassenhauer mit differenzierter Dynamik und fein dosiertem Ausdruck auf das Parkett. Nach dem deftigen "Allegro con brio" schwelgten Klarinette und Cello im romantischen "Adagio" im Duett in starken Gefühlen, bevor sich im "Allegretto" in virtuosen Variationen, lustvollen Läufen des Klaviers und Gesangsstil der Klarinette alle zu verspielter Tollerei verbanden.



Hohe Präzision


Mit starken Synkopen, Jazzrhythmen vorwegnehmend, endete das pfiffige und temperamentvolle Klaviertrio Beethovens in hoher Präzision und vollem Tempo. [...]



Dramatische Steigerung


Ebenso virtuos und mit schmelzendem Ausdruck begeisterte das Torun Trio, das das Konzert eröffnet hatte, mit dem "Trio Pathétique" von Michail Iwanowitsch Glinka (1804-1857), der den klassischen Sonatensatz genauso gut in seine Musik einbaut wie die folkloristischen Melodien seiner Heimat. Volltönend und mit russischer Seele erfüllt, mit dramatischen Steigerungen und tollen virtuosen Soloeinlagen, feurigem Rhythmus wird Musik Leben. [...]
von Peter Müller - Neue Presse Coburg





27.10.2009

Und lauter klangliche Köstlichkeiten


Torun Trio stellte eine ungewöhnliche Kombination mit Klarinette, Violoncello und Klavier vor.

Bad Zwesten. Beeindruckend war der Konzertauftritt des Torun Trios im Kurhaus Bad Zwesten. Das Ensemble besteht aus jungen Musikerinnen.

Die Künstlerinnen sind Simone Weber, Klarinette, Anna Catharina Nimczik, Violoncello, und Sara Derman, Klavier, Tochter der Bad Zwestener Musikerfamilie Ferhat und Marie-Luise Derman. Während ihres Musikstudiums an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf hatten sich die Drei kennengelernt und das Trio gegründet. Auch als Solisten und mit Orchestern sind sie erfolgreich.

Etwas Besonderes ist auch die nicht alltägliche Kombination der Instrumente. Mit Klarinette, Cello und Klavier produziert das Trio klangliche Köstlichkeiten. Das Programm bestand aus Werken der Romantik und der Moderne.

Michael Glinkas "Trio Pathétique" d-Moll aus dem Jahr 1832, ausdrucksstarke Musik mit russischem Akzent, eröffnete den Abend. Dem Ensemble gelang ein schön abgestimmtes Zusammenspiel und eine gleichzeitig melodiöse, temperamentvolle und transparente Interpretation des viersätzigen Werks. Im Largo trugen Klarinette und Cello sensible Soli vor.

Den Sprung in das frühe 20. Jahrhundert wagten Klarinettistin und Pianistin mit der Aufführung der "Sonata für Klarinette und Klavier" des Tschechen Bohuslav Martinu. Die vielen Wendungen in Melodie, Rhythmus und Harmonie spielte das Duo mit virtuosem Ausdruck. Das Stück klang modern, ganz nach dem Zeitgeist der Epoche. Zu dritt kredenzten die Musikerinnen die Trio-Miniaturen des Russen Paul Juon (1872 bis 1940). In jedem Satz kam eine andere Stimmung zum tragen. Wunderschöne, verträumte Klänge in der Reverse. Lebhaftes Spiel und kecke Tanzrhythmen in der Humoreske. Ein trauriges Lied der Klarinette und poetischer Gesang des Cellos in der Elegie. Ein Walzer und ein eigenwilliger Schluss im Danse fantastique.

Nach der Konzertpause zauberten die Cellistin und die Pianistin die hinreißende Klangwelt romantischer Cellomusik mit Robert Schumanns "Fünf Stücke im Volkston" op. 102 aus dem Jahr 1849 in den Saal.

Ein Glanzpunkt war der Konzertabschluss mit Alexander von Zemlinskys Trio d-Moll op. 3 von 1896. Zu hören waren an- und abschwellende Variationen und Passagen, in denen das Klavier mit kraftvollem Ton dominierte. Klarinette, Cello und Klavier brillierten mit Klanggebilden, in denen sie fein nuanciert miteinander verschmolzen.

Ein großes Hörvergnügen. Langer Applaus. Zwei klangvolle Max-Bruch-Stücke als Zugabe.
von Michael Auerbach - Hessische/Niedersächsische Allgemeine